Welche Rolle spielen Ballaststoffe bei Fructoseintoleranz und generell im Leben eines jeden Menschen? Vorweg: Ballaststoffe sind nicht nur hilfreich bei Fructoseintoleranz.
Was sind Ballaststoffe?
Ballaststoffe sind Pflanzenbestandteile, die wir nicht verdauen können. Dabei wird zwischen wasserlöslichen Ballaststoffen und unlöslichen Pflanzenfasern unterschieden.
Wasserlösliche Ballaststoffe sind gut für die Darmflora und füttern die guten Darmbakterien. Allerdings sind es meist Ballaststoffe, die Fructose enthalten können.
Unlösliche Ballaststoffe binden Wasser im Darm und vergrößern das Stuhlvolumen.
Wer Ballaststoffe zu sich nimmt, sollte auf jeden Fall viel trinken, und zwar am besten Wasser!
Welche Ballaststoffe muss man bei Fructoseintoleranz meiden?
Mit Fructoseintoleranz sollte man von wasserlöslichen Ballaststoffen besser Abstand halten.
Dies betrifft insbesondere folgende Ballaststoffe:
- Inulin
- Oligofructose
- Fructane
Dafür kann man unterschiedliche unlösliche Ballaststoffe verwenden, wie zum Beispiel:
- Kartoffelfasern
- Bambusfasern
sowie
- unterschiedliche Fasern aus Hafer und Vollkorngetreide
Wo liegt der Vorteil von Ballaststoffen bei Fructoseintoleranz?
Unlösliche Ballaststoffe verlangsamen die Aufnahme von Fructose im Darm. Dies kann Bauchschmerzen und Blähungen vorbeugen. Wichtig ist aber: Nur unlösliche Ballaststoffe haben diesen Effekt. Parallel muss man unbedingt ausreichend trinken, sonst kann man erst recht Bauchschmerzen bekommen, weil die Ballaststoffe zu Verstopfung führen können.
Ballaststoffe können beim Abnehmen helfen, wenn dies ein Ziel für jemanden mit Fructoseintoleranz ist. Die unverdaulichen Pflanzenfasern halten länger satt, haben aber als Nahrungsergänzung praktisch keine verwertbaren Kohlenhydrate und liefern kaum Kalorien. Zudem sollte man davon auch nicht zu viel verwenden.
Auf jeden Fall sollte man zusätzliche Ballaststoffe besser in Absprache mit einer Ernährungsberaterin zu sich nehmen. Zudem sollte man beachten, dass sich die Verdauung langsam an die zusätzliche Einnahme von Ballaststoffen gewöhnen muss.
Bei einer zusätzlichen Einnahme von reinen Ballaststoffen wird anfangs nicht mehr als ein Teelöffel empfohlen, später dürfen es auch zwei Teelöffel sein.
Bildquelle; KI generiert
